Mittwoch, 24. August 2016

Es geht los…

…die ersten Laufschritte sind gemacht und es fühlt sich einfach herrlich an!!


Schon zwei Wochen vor der 6 Monatskontrolle habe ich bergauf immer wieder kurze Laufeinheiten eingelegt, einfach nur um zu testen was das Knie dazu sagt um eventuelle Beschwerden mit dem Arzt besprechen zu können. Zum Glück gab es keine Beschwerden zu besprechen – zumindest nicht vom Knie her, die Kondition lässt natürlich zu wünschen übrig… ;-)

Bei der 6 Monatskontrolle habe ich dann meine Gedanken mit dem Arzt besprochen, es müsste eigentlich schon möglich sein langsam anzufangen. Zumindest könnte ich doch bergauf laufen, da ist die Belastung auf dem Knie ja nicht sooo groß. Und eigentlich könnte ich ja vorsichtig im flachen auch anfangen und damit sich meine bergab-Muskeln sich auch wieder irgendwie zurück bilden, sollte ich vielleicht langsam anfangen auch bergab zu gehen. Doch, er sei einverstanden – allerdings muss ich immer noch bedenken, dass alles wahrscheinlich nicht vollständig abgeheilt ist - das kann bis zu 12 Monate dauern. Im flachen soll ich am besten auf weichem Untergrund anfangen und mit dem bergab laufen noch warten, das war mir aber schon klar.

So, die Erlaubnis hatte ich, nur fehlte mir die Zeit, und dann war auch langsam Zeit für Urlaub und Schwedenreise… naja, es eilte ja irgendwie nicht… Ich konnte es in Schweden aber trotzdem nicht lassen, sondern bin im flachen immer wieder ein paar Schritte gelaufen. Mal mit Turnschuhe und mal Barfuß im Rasen. Letzteres hat sich auf jeden Fall am besten angefühlt!

Wieder zurück aus dem Urlaub habe ich ja zwei Tage hintereinander zwei schöne bergab-Wanderungen gemacht und das Knie hat nicht gemeckert. Um Barfuß auf dem Rasen laufen zu können, muss ich mich aber ins Auto setzen und die 5 Minuten zum Fußballplatz im Tal fahren und danach wieder zurück. Das lockt nicht gerade nur um ein bis zwei Kilometer Laufen zu können...

...daher habe ich mich diese Woche am Montag das erste Mal seit langem angezogen um Laufen zu gehen. Ich bin raus, noch bis zur Straße gegangen und dort konnte ich es nicht mehr erwarten – im gemütlichen Laufschritt bin ich bergauf gestartet. Was für ein Gefühl, es fühlte sich an, als ob ich die ganze Zeit nichts anderes gemacht habe – zumindest die ersten 25 Meter, dann kam ich aber ordentlich ins Schnaufen… ok, da fehlt schon ein wenig Kondition. Weiter gelaufen wurde aber trotzdem! ;-)

Dann habe ich Bergintervalle gemacht...


...nein, es ist nicht so schlimm, wie es sich anhört ;-)

Dreimal bin ich das erste Stück ins Gauertal hinein (ca. 600 m auf ca. 90 Hm) hinauf gejoggt und dann wieder hinunter gegangen. Eigentlich wollte ich vorsichtig anfangen und nur zweimal hinauf, es war aber so schön, dass ich nicht aufhören konnte... Insgesamt war ich laufend und gehend ca. 4,5 Kilometer unterwegs gewesen – einfach ein herrliches Gefühl!!! :-)))

Und wie geht es mein Knie danach? Eigentlich gut. Es zwickt ein wenig vorne wo die Narbe ist, aber ich denke das darf nach der ungewohnten Belastung sein und ist nicht weiter schlimm :-) 

Natürlich habe ich auch passend zum neuen Knie neue Laufschuhe ;-) Es kann los gehen - natürlich schön langsam und vorsichtig, aber es kann los gehen!!! :-)))

Donnerstag, 18. August 2016

Ein Lebenszeichen…

…schon längst überfällig hier bei mir… vor den Ferien war alles irgendwie so stressig, danach Urlaub.. 

Jetzt gab es aber ein sehr schönes Treffen, über das ich unbedingt berichten muss.


Doris hatte sich zwar schon vor langem bei mir gemeldet und vorgekündigt, dass sie kommt. Ich hatte versprochen, mich zu melden, sobald ich meinen Dienstplan für die Tage bekommen hatte. Was ich aber nicht aufschreibe… und so kam es, dass ich es vergessen hatte mich zu melden :-( Umso schöner, dass sich Doris nochmals bei mir meldete und gleich wurde Tag und Zeitpunkt ausgemacht! :-)

Dass ich dreiviertel Stunde vor dem ausgemachten Zeitpunkt einen unerfreulichen Zusammenstoß mit meiner Kühlschranktür hatte (ja genau - Kühlschranktür oder genauer gesagt der Griff von der Kühlschranktür. Sowas muss man zuerst hinkriegen, einfach ganz blöd gelaufen… lach) und mit einer schönen Cut über dem rechten Auge zum Arzt fahren musste, und dass Doris eineinhalb Stunde auf mich warten musste, war zwar nicht ausgemacht.


Trotzdem hatten wir danach eine herrliche Wanderung. Ich muss zugeben, Doris und ich kennen uns virtuell noch nicht sooo lange, das machte in der realen Welt aber gar nichts – es war einfach eine herrlich ungezwungene Begegnung als ob wir uns schon mal getroffen hatten. Ich habe mich sehr gefreut mehr über Doris zu erfahren und unsere Wanderung war durch schöne Gespräche einfach viel zu schnell zu Ende. Ich denke, Doris kommt bestimmt wieder mal ins Ländle und ich hoffe, wir werden wieder mal gemeinsam Wandern gehen!


Genauso erfreulich, wie das schöne Bloggertreffen war, dass ich zwei Tage hintereinander zum ersten Mal nach meinem Unfall schöne Wanderungen bergab gemacht habe – der erste mit und der zweite ohne Stöcke – und mein Knie geht es soweit gut!

Sonntag, 19. Juni 2016

Höhenmeter statt Kilometer

Seit dieser Woche haben die Lifte ihren Sommerbetrieb aufgenommen und ich kann endlich von zu Hause aus bergauf wandern. Am Dienstag diese Woche hatte ich Abenddienst und somit am Vormittag Zeit für eine kleine Bergwanderung. Sogar das Wetter war auf meiner Seite und hat eine Regenpause eingelegt :-)

Endlich - die Bahn fährt wieder!! :-)
Mein Plan war es, gemütlich anzufangen, und nur bis zur Mittelstation zu laufen. Als ich aber schon nach 2,5 Kilometer angekommen bin, wollte ich nicht aufhören und bin doch weiter in Richtung Bergstation. Nach 4,5 Kilometer und ca. 700 Hm habe ich die Beine dann schon ordentlich gespürt - an Umdrehen war aber nicht zu denken, denn dann würde es ja nur bergab gehen...


...da hilft nur eins - Fotopause zu machen ;-) Hier oben fängt der Frühling erst gerade an und die Huflattiche schauen neben den letzten (Kunst-) Schneefeldern raus. Nach ca. 6 Kilometer und insgesamt ca. 900 Hm bin ich dann endlich mit brennenden Muskeln an der Bergstation angekommen und konnte die Aussicht genießen vor ich mit dem Lift wieder runter gefahren bin.


Die "kleine" Wanderung habe ich dann in den nächsten Tagen ordentlich in den Beinen gespürt - ich bin doch nichts mehr gewohnt... ;-) Auf jeden Fall ein herrliches Gefühl!!! Endlich kann ich mich ein wenig "auspowern"!

Die nächste Wanderung hatte ich auf Freitagmorgen eingeplant - als ich aber aufgestanden bin hat es wie aus Kübeln geschüttet und es war so kalt, dass man den Schnee der bis auf 1500 m gefallen war, schon riechen konnte. Ich habe ja nichts gegen schlechtes Wetter und Regen - aber diesmal hat es mich richtig angewidert... (ich glaube wir hatten in letzter Zeit einfach zu viel davon gehabt...) Da ich nach der vergangenen Woche mit einigen späten Abenden auf der Arbeit schon sehr müde war, habe ich die Kinder in die Schule gebracht, bin dann nach Hause auf der Couch und habe die Decke bis zur Nase gezogen. Auch wenn ich mich so 2 Stunden gut ausruhen konnte, war es ganz und gar nicht befriedigend und ich fühlte mich danach gar nicht besser. Ich hatte aber schon noch eine kleine Hoffnung auf Bewegung - die Kinder waren am Nachmittag mit einer Freundin verabredet und ich hoffte, dass sich das Wetter bis dann beruhigen würde.

Glück gehabt - als ich die Kinder um 13:30 Uhr abgegeben habe schien die Sonne. Schnell bin ich los, denn ich wollte es diese Woche schon noch einmal bis zur Bergstation schaffen ;-)


Unten im Tal herrlich bunte Blumenwiesen...


...einfach nur herrlich!! 
Und dann noch diese große hellen Kugel am Himmel - ganz ungewohnt, mir wurde ja fast zu heiß... ;-)

Da ich die Kinder zu einer bestimmten Zeit wieder abholen musste, war meine Zeit begrenzt. So beschloss ich, den "schnellsten" weg nach oben zu nehmen - das Heißt, den direktesten Weg. Die ersten 2,5 Kilometer bis zur Mittelstation waren die gleichen wie am Dienstag. Von dort aus wählte ich dann aber einen anderen Weg so dass ich die 900 Hm auf 4,8 Kilometer schaffte - so war ich ganze 10 (!!) Minuten... schneller ;-) Und der Körper erinnert sich - auch wenn die Beine auch bei dieser Wanderung ordentlich müde wurden, es ging etwas besser als am Dienstag und der Muskelkater blieb aus :-)


Oben angekommen begrüßte mich der in der Nacht frisch gefallene Schnee...


... und ein kleines Murmeltier :-)

Mit dem Lift wieder runter gefahren, (ich habe die Zeit genutzt und im Lift gedehnt - es ist ein 8er-Gondel und ich war alleine im Lift), schnell nach Hause um zu Duschen und als ich die Kinder wieder abgeholt habe hat es schon wieder wie aus Kübeln geschüttet... Was für ein Sommer...! :-(

Eigentlich hätte ich heute noch eine kleine Runde drehen wollen, zumindest bis zur Mittelstation - da sich das Wetter aber wieder mal von seiner unfreundlichste Seite gezeigt hat, habe ich mich mit Dachbodentraining ausgetobt. Wenigstens bin ich diese Woche das erste Mal seit langem auf 10,8 Kilometer und 1800 Höhenmeter gekommen :-) 

Beim Wandern sind Höhenmeter auf jeden Fall das bessere Training als Kilometer!! :-)

Montag, 30. Mai 2016

Erwischt...

...hat es mich. Seit Freitag hat mich eine lästige Erkältung fest im Griff...

Dafür konnte ich letzte Woche einen herrlichen "Bergauflauf" genießen :-) Ich hatte zwar nicht allzu viel Zeit, aber wenn sich ein Zeitfenster aufmacht, dann muss man ihn ausnutzen! ;-) Also bin ich mit den Kindern mit dem Bus runter gefahren und habe sie um 14 Uhr beim Turnen abgegeben. Um sicher zu sein sie pünktlich um 16 Uhr abholen zu können, bin ich den direkten Weg gegangen - den "Schluchtweg". Das ist der absolut schönste Weg um nach oben zu kommen...


...zumindest bei diesem herrlichen Wetter!! Es war nicht zu warm und nicht zu kalt und ich habe es nur noch genossen. Ich war gut drauf und bin ziemlich zügig gegangen - trotzdem; einige Fotostops waren bei der schöne Natur ein absolutes Muss!! Es ist eigentlich schade, dass dies der kürzeste Weg hinauf ist, denn ich könnte Stundenlang durch diese herrliche Natur, den Schlucht entlang, hinauf gehen:



Teilweise geht der Weg ziemlich steil bergauf, was auf den Bildern aber ziemlich harmlos aussieht.



Nach 3,5 Kilometer, knapp 400 Hm und 40 Minuten war ich zu Hause. Duschen, umziehen, schnell was essen und die Kinder wieder holen. An diesem Mittwoch hatten sie außertourlich noch einen Termin um 17 Uhr. Also haben ich sie dorthin geführt und bin dann direkt zur Arbeit gefahren... alles geschafft!! Auch wenn es manchmal ein wenig stressig wird, solche Einheiten möchte ich auf keinen Fall verpassen :-) Heute kribbelt es schon in den Beinen wenn ich daran denke, wie schön es war. Ich hoffe, dass diese fiese Erkältung bald wieder verschwindet, und dann... :-)

Dienstag, 17. Mai 2016

Halbzeit

Es ist wieder höchster Zeit, dass ich mich hier mal melde... Irgendwie hat mir mein Zeitmanagement in den letzten Monaten ordentlich einen Strich durch die Rechnung gezogen, oder ich habe einfach besonders viel zu tun gehabt... Egal wie, jetzt habe ich endlich das Gefühl, die Zeit ein wenig besser im Griff zu haben ;-)

Ende März hatte ich die 3-Monats-Kontrolle beim Arzt mit Röntgen, MRT und Krafttest. Obwohl ich im verletzten Knie nicht ganz die volle Streckung habe, ist alles soweit im grünen Bereich. Im MRT war nichts zu erkennen und es behindert mich auch beim Laufen und Trainieren nicht. Der Krafttest hat gezeigt, dass ich im verletzten Bein 30 % weniger Kraft habe als im gesunden, und das ist nach 3 Monate absolut in Ordnung. Somit war bzw. bin ich mit der Heilung und meinem Status soweit absolut zufrieden. Meine Physiotherapeutin hat beim Test gemeint, dass man sehen würde dass ich Ausdauersportlerin bin. Zum Glück, sonst würde ich wohl was falsch machen!! ;-)


Dann wurde ich in der Besprechung vom Arzt strengstens darauf hingewiesen, dass zwischen 3 und 6 Monate nach der Operation, das Kreuzband am aller verletzlichsten ist. Jetzt ist somit absolute Vorsicht angebracht damit das neue Band nicht abreißt. Es wurde ja eine Sehne entnommen und als neues Kreuzband eingebaut, und dieses neue Band benötigt mindestens 6 Monate bis es an das Gefäßsystem wieder angeschlossen und durchblutet wird.

Das bedeutet weiter, das das neue Kreuzband erst nach mindestens ca. 12!! Monate die volle Belastbarkeit erreicht. Daher sollen besonders gefährliche Sportarten, wie Fußball und Skifahren frühestens nach 6 Monaten, besser jedoch erst nach 8-9 Monaten wieder durchgeführt werden - ich gehe davon aus, dass auch bergablaufen zu einer der besonders gefährlichen Sportarten zählt... Und ich gehe davon aus, dass ich sicherheitshalber frühestens nach 9 Monate wieder mit dem Bergablaufen wieder anfangen werde. Wie es mit Laufen im Flachen und Bergauflaufen aussieht besprechen wir alles noch einmal bei der 6-Monats-Kontrolle ;-)

Jetzt ist es 4,5 Monate nach dem Unfall und sowas wie Halbzeit. 
Ich bin auf jeden Fall mit dem Heilungsprozess soweit sehr zufrieden :-)


Da der Arzt mitbekommen hat, dass ich ziemlich aktiv bin, hat er mir fürs Training eine Schiene empfohlen. Darauf verzichte ich aber auf eigene Gefahr. Beim Trainieren passe ich immer so sehr auf und dabei wird mir bestimmt nichts passieren, da ist der normale Alltag viel "gefährlicher".

Seit Mitte April habe ich keine Physiotherapie mehr und seitdem schaffe ich es sogar, sowas wie einen geregelten Trainingsalltag durchzuführen mit regelmäßigem Krafttraining und 'Bergaufläufe'.

Dabei laufe ich natürlich nicht, sondern es ist ein schnelles gehen. Da ich bergab noch nicht darf, fahre ich mit dem Bus ins Tal und gehe wieder zu Fuß hinauf - ein super Training und mindestens so anstrengend wie das Laufen, jedenfalls solange es zügig bergauf geht. Ich freue mich sehr darauf, wenn die Lifte in Juni ihren Betrieb wieder aufnehmen, dann kann ich von zu Hause aus hinauf gehen und mit dem Lift wieder runter fahren :-)

Ich habe mich daran gewöhnt, mit Stöcke zu gehen. Erstens sind sie mir eine große Hilfe wenn der Weg unwegsam und rutschig ist und zweitens neigen meine Hände dazu, beim Wandern anzuschwellen und das passiert mir mit den Stöcken nicht. Zudem sind sie eine große Hilfe wenn es mal kurz bergab geben sollte.

Unwegsame Wege sind einfach die schönsten
Ein sehr schönes Wiedersehen haben wir auch erleben dürfen, und zwar mit einer sehr lieben Freundin. Auch wenn die Zeit knapp ist, für ein persönliches Treffen ist immer Zeit, und sonst nimmt man sich die Zeit :-) Wir hatten riesen Glück mit dem Wetter und durften einen herrlichen gemeinsamen Frühlingsnachmittag auf der Insel Mainau verbringen. 





Vielen Dank dafür!! :-)

Sonntag, 27. März 2016

20 Kilometer

Der Ostersonntag startete mit einem langen herrlichen Osterfrühstück. Danach haben wir unsere Fahrräder aus dem Winterschlaf geweckt, alles ins Auto eingeladen und damit ins Tal runtergefahren. Zuerst bei der Tankstelle vorbei um die Reifen etwas Luft zu geben und danach ging es los. 

Dem Fahrradweg Tal einwärts in einem sehr gemütlichen Tempo - genau das richtige für die Kinder und auch für mein Knie als Einstieg im Fahrradfrühling ;-) Ich habe fast vergessen, wie schön diese Strecke im Tal ist...


Etwa 200 Hm und 10 Kilometer später kamen wir bei der Oma an wo wir uns mit Kaffee und Kuchen etwas stärken konnten ;-) Ich bin wirklich sehr beeindruckt, wie gut und brav die Kinder diese Strecke gefahren sind! Danach ging es wieder Tal auswärts, zwar mit einem fiesen kalten Gegenwind, aber für die Kinder war es sehr schön nach dem etwas zähen Anstieg Tal einwärts es einfach Rollen lassen zu können. Mein Hintern braucht jetzt zwar ein paar Tage um sich von der ersten Ausfahrt erholen zu können (und nächstes Mal werde ich auch Fahrradhose anziehen...) aber ich freue mich jetzt sehr auf den Frühling und das Fahrradfahren im Freien!!


Erste Fahrradtour 13 Wochen nach dem Unfall - 20 schöne Kilometer mit der Familie - so kann es weiter gehen :-)

Samstag, 19. März 2016

Sehr ruhig...

...war es hier in letzter Zeit. Ich könnte zwar über Reha-Übungen und Crosstrainer-Einheiten berichten, aber ich denke, das ist nicht besonders unterhaltsam... ;-)


In den Semesterferien Anfang Februar habe ich eine Woche komplette Bloggpause eingelegt. Einfach um die Zeit mit den Kindern und auch mit meinem Vater, der in der Woche zu Besuch war, genießen zu können.

Wir hatten eine sehr schöne Woche, auch wenn ich nicht gerade viel unternehmen konnte. Skifahren, Rodeln und Wandern ist ja für mich in diesem Winter alles nicht möglich - und was macht man sonst im Winter in den Bergen...? Ein wenig Spazieren gegangen sind wir schon, wobei ich damals noch nicht die ganze Streckung im Knie hatte und immer noch etwas humpelnd unterwegs war.


Nach den Ferien ist mein Vater wieder nach Hause gefahren, die Kinder waren zwei Tage in der Schule und sind am Mittwoch beide mit Fieber aufgewacht. Drei Tage hatten die beiden Mäuse hohes Fieber und ich konnte sie rundum die Uhr betreuen. Da gab es einfach keine Zeit für meine Übungen und ich habe in den Tagen gar nichts für mein Knie gemacht, ich habe auch meine Therapiestunden absagen müssen...

Diese absolute Ruhe war wie es sich herausstellte nicht einmal so schlecht, denn nachher hatte sich wohl alles im Knie ein wenig entspannen können und voila - ich konnte das Bein wieder voll strecken :-)

Das feierte ich dann am Sonntag mit meiner erste Runde um den See rundum - 2 Kilometer zügiges gehen ohne zu humpeln.  Das Wetter war zwar alles andere als schön, aber das war mir in dem Moment natürlich komplett egal - ich konnte wieder normal gehen. Die Verlockung noch einen Schlenker dran zu hängen da es so gut ging habe ich aber widerstanden, langsam steigern ist besser!  Ich fing aber schon an, Pläne im Kopf zu schmieden...

...zwei Tage später war ich dran und lag mit fast 40° Fieber im Bett. Also bekam mein Bein noch mehr Ruhe und meine Pläne mussten aufgeschoben werden.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, seit diese Woche bin ich endlich wieder fit und es kann wieder los gehen. Als ich am Donnerstagnachmittag die Möglichkeit bekam eine Runde zu drehen, bin ich natürlich sofort los :-) Sicherheitshalber hatte ich die Stöcke dabei, denn ganz flach ist es ja bekanntlich nirgendwo hier bei uns und außerdem liegt noch Schnee.

Fast viereinhalb Kilometer in 46 Minuten - und das bei herrlich strahlendem Sonnenschein. Was will man noch mehr?? Genau, einfach mehr davon!! Die kommende Woche sind wieder Ferien, aber danach hoffe ich dass ich die Zeit finden werde, mich ein wenig mehr im Freien zu bewegen! Dann werde ich auch wieder den Fotoapparat mitnehmen ;-)

Es ist jetzt 13 Wochen nach dem Unfall, es geht alles gut voran und ich bin absolut zufrieden. Bei der Beugung fehlen mir noch etwa zehn Zentimeter, aber ich habe ja Zeit... ;-)

Sonntag, 31. Januar 2016

Auf der Suche...

Am Montag war es noch etwas zu früh. Ich habe versucht ein wenig im flachen spazieren zu gehen, aber nach nur 5 Minuten spürte ich das Knie und bin wieder umgedreht. Ich mache immer noch Fortschritte, natürlich nicht mehr so schnell. Wenn ich mich aber auf Kleinigkeiten konzentriere, dann merke ich dass es langsam aber sicher vorwärts geht :-)

Am Freitag bei strahlend schönem Wetter traute ich mich nochmals, natürlich mit einem Stock zur Sicherheit, auf eine kleine Runde - und siehe da, es ging sehr gut! Das erste Mal seit dem Unfall habe ich die Kinder von der Bushaltestelle unten beim See zu Fuß geholt, statt mit dem Auto :-) Das traue ich mich aber nur, solange es nicht rutschig ist - es geht doch von uns aus bis zur Bushaltestelle nur bergab...


Die herrliche Belohnung!! 

Zurück nach Hause geht es dann bergauf - das ist auf jeden Fall angenehmer zu gehen!
Ich bin ja sehr froh, dass ich im letzten Sommer das Laufband zurück geschickt und stattdessen einen gebrauchten Crosstrainer gefunden habe. Mit dem Laufband hätte ich jetzt und in den kommenden noch 8 Monaten nichts anfangen können. Auf dem Crosstrainer stehe ich seit etwa 2 Wochen schon 2-3 Mal am Tag für 5-15 Minuten. Meistens komme ich zurzeit täglich auf 20-30 Minuten :-) und die Bewegung tut das Knie sehr gut!! Was gar nicht gut tut, ist zu langes sitzen, vor allem bei der Arbeit. Wenn ich aber nachher wieder meine Beweglichkeitsübungen mache, dann geht es wieder :-)

Zum "Crosstrainer-Training" mache ich mehrmals täglich meine Beweglichkeitsübungen, dreimal am Tag die (vom Arzt empfohlenen)  Kräftigungsübungen für das Bein und 3-4 Mal pro Woche mein Oberkörper- und Rumpfstabi-Training - an Bewegung fehlt es mir im Moment nicht ;-)

Trotzdem bin ich immer noch auf der Suche nach meinen Muskeln... Meine Physiotherapeutin hat mir gesagt, dass man nur bei der OP 30 % der Muskel verliert... und dann noch die Inaktivität als ich nicht drauf stehen konnte/durfte hat seins dazu getan... da werde ich wohl eine Weile lang suchen müssen... ;-) Gestern habe ich Fotos für meinen Bruder gemacht, da er nachgefragt hat wie es so geht - ist schon ein krasser Unterschied...



...ich denke man sieht welches Bein verletzt ist... lach...

Die Wunde heilt aber sehr schön, das Knie wird immer Beweglicher und an den Muskeln bin ich dran - sie werden langsam aber sicher wieder zurück kehren!! 
Ich habe ja noch Zeit - noch 8 Monate bis zum ersten Lauf... lach... ;-)

Dienstag, 19. Januar 2016

An den Nagel hängen…

…kann ich jetzt endlich die Krücken. Durch den Bluterguss im Fuß habe ich bisher am Morgen beim aufstehen gar nicht auf den Fuß stehen können, zuerst war es das Schienbein, das zu sehr geschmerzt hat und dann ist es in den Knöchel runter gewandert… Zuerst musste ich mit Hilfe der Krücken runter in die Küche hupfen, einen Topfen auflegen und erst nach 20 Minuten konnte ich vorsichtig versuchen drauf zu stehen. Nach dem Frühstück dann meine Beweglichkeitsübungen und ich konnte für den Rest des Tages wieder frei laufen.

Blöd ist nur wenn man am Abend von der Arbeit heim kommt, normal ins Bett geht und am Morgen entdeckt, dass man die Krücken in die Küche vergessen hat… ja, das ist mir einmal (aber nur einmal) passiert und ja, man kann ganz gut auf den Hintern die Treppe hinunter rutschen …lach… ;-)

Seit gestern ist es aber soweit – ich bin wie gewohnt etwas früher aufgestanden (sonst geht sich meine ganze Fußpflege am Morgen nicht aus) und habe entdeckt, dass ich auf den Fuß stehen kann. Also ging ich, noch nicht ganz wach, einfach wie gewohnt runter in die Küche um Topfen aufzulegen. In der Küche angekommen, fragte ich mich warum ich mir jetzt, am frühen Morgen, noch Zeit für einen Topfenwickel nehmen soll… und da ich kein Grund mehr finden konnte warum ich im Halbschlaf Lebensmittel auf dem Bein schmieren sollte, bin ich wieder nach oben ins Bad ;-) Da es mir heute Morgen genauso gut ging (außer, dass ich gar nicht runter gegangen bin, sondern gleich ins Bad), werden hängen die Krücken ab heute auf den Nagel! :-)



Am Sonntag habe ich mir ein Trainingseck im Schlafzimmer eingerichtet, es ist im Moment einfach zu kalt um auf den Dachboden zu gehen ;-) Und ich habe am Sonntag mein erstes Training; Oberkörper- und Rumpftraining, durchgeführt. Herrlich!!! :-)

Gestern in der Therapie durfte ich dann zum 3-Wochen-Jubiläum nach dem Unfall endlich mal auf den Hometrainer. Zu Hause funktioniert es noch nicht, da ich die Pedale nicht umstellen kann und der Radius noch etwas zu groß ist. In der Therapie kann man den Radius aber verkleinern und ich durfte 20 schöne Minuten Heimtrainer „fahren“ – herrlich!! Und zu Hause darf ich schon vorsichtig und ohne Widerstand auf dem Crosstrainer stehen. Das habe ich heute natürlich gleich zum ersten Mal vor meinem Oberkörper- und Rumpftraining ausprobiert – 5 vorsichtige schöne Minuten :-))) *freufreufreu*

Dienstag, 12. Januar 2016

Aufwärts

Heute vor 2 Wochen war ich frisch operiert, wie die Zeit doch schnell geht. Seit die Schmerzen im Unterschenkel wieder besser geworden sind, geht es auch langsam aber sicher aufwärts. 

Nach der Physiotherapie letzten Montag, habe ich das Bein für ein paar Tage nach Anleitung meiner Therapeutin gar nicht mehr belastet. Ich habe das Bein 3-4 Mal pro Tag mit Topfenwickel behandelt, fleißig mein Gel geschmiert und ab Donnerstag ging es dann endlich etwas besser, so dass ich mich getraut habe den Fuß wieder leicht zu belasten. Zuerst mit beiden Krücken, dann mit einem und am Wochenende konnte ich schon die ersten Schritte ganz ohne probieren. Dass ich mich dabei so unsicher fühlen würde, hätte ich mich niemals gedacht. Ich traute das Knie nicht wirklich und hatte immer Angst, dass es durch knickt. Mit jedem vorsichtigen Schritt geht es aber immer besser und so steigere ich das Ganze jetzt schön langsam und laufe immer mehr ohne Krücken – natürlich ohne zu übertreiben und überbelasten ;-)

  
Zum Glück bin ich ja noch beweglich und muss nicht jedes Mal über die Treppe nach oben holpern um den Topfen in der Badewanne abzuwaschen ...lach... ;-)

Seit dem ersten Tag mache ich jeden Tag brav meine Beweglichkeitsübungen und Bewegung tut sooo gut!! Auch in den Tagen als ich die schlimmsten Schmerzen am Schienbein hatte, habe ich die Übungen durchgeführt, und sogar dann haben sie mir gut getan! Jetzt geht es weiter in Phase 2, ab der 3. Woche nach der OP, und es werden langsam auch ein wenig Kräftigungsübungen eingebaut. Heute habe ich drei neue Übung am Plan, worüber ich mich sehr gefreut habe. Zwei davon tun aber noch in die abgenommene Sehne weh, und so werde ich morgen sicherheitshalber zuerst in der Physio fragen, ob ich die schon machen soll. Diesen hier geht aber schon:

:-)

Zweimal die Woche habe ich Physiotherapie – am feinsten ist die Lymphdrainage ;-) aber auch die Motorschiene und der Strom tun gut! :-)

Motorschiene für die Beweglichkeit...
...und Strom für die Durchblutung

Seit gestern ist dann wieder ein kleines Stück Alltag zurück gekehrt und ich habe angefangen zu arbeiten. Da ich beim Arbeiten sehr viel vor dem Computer sitze und dabei mein Bein hoch legen und kühlen kann, ist es kein Problem und ich freue mich sehr wieder zurück zu sein!!


So sind die ersten 2 Wochen nach der OP schon vergangen – wie die Zeit schnell geht – und ich habe mich schon an viele Fortschritte freuen können, es geht aufwärts!! 

Nur noch 8 Monate und 2 Wochen bis ich wieder laufen darf …lach… ;-)